Kalorienbedarf bei Katzen

January 05, 20264 min read

Kalorienbedarf bei Katzen – wie viel Futter braucht deine Katze wirklich?

Barnaby und Obst

Viele Katzen bekommen entweder zu viel oder zu wenig Futter – und meistens passiert das ganz unbewusst. Der Kalorienbedarf einer Katze ist nämlich sehr individuell. Zwei Katzen können gleich alt, gleich schwer und beide kastriert sein – und trotzdem ganz unterschiedlich viel Energie benötigen. Faktoren wie Aktivität, Stoffwechsel, hormonelle Einflüsse, Gesundheitszustand und auch vorhandenes Übergewicht spielen dabei eine große Rolle.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur blind den Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung zu folgen, sondern deine Katze als individuelles Wesen zu betrachten. Wirkt sie schlank und beweglich? Oder eher rund und gemütlich? Ist sie aktiv oder ein kleiner Profi im Ausruhen? All das beeinflusst, wie viel Futter deine Katze täglich benötigt.

Zur Orientierung gibt es Durchschnittswerte:

  • Eine leichte Katze mit etwa 2,8 kg liegt im Schnitt bei rund 176 kcal am Tag.

  • Eine normalgewichtige Katze mit ca. 4 kg benötigt etwa 224 kcal.

  • Schwerere Katzen ab etwa 6 kg kommen häufig auf rund 260 kcal täglich.

Diese Zahlen sind Richtwerte – sie ersetzen keine individuelle Einschätzung, helfen dir aber, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Futtermenge für deine Katze sinnvoll sein könnte.

Snacks – kleine Happen, große Wirkung

Kalorienvergleich Katzensnacks

Gerade Katzensnacks werden häufig unterschätzt. Viele Leckerlis enthalten deutlich mehr Kalorien, als man vermuten würde. Trockenfutter und knusprige Snacks liegen oft bei ungefähr 400 kcal pro 100 Gramm, gefriergetrocknetes Fleisch nur wenig darunter. Schlecksnacks sind dagegen meist deutlich kalorienärmer. Zum Vergleich: Nassfutter enthält durchschnittlich rund 99 kcal pro 100 Gramm.

Das bedeutet: Schon kleine Mengen Leckerlis können schnell ins Gewicht fallen – besonders bei Wohnungskatzen oder eher ruhigen Tieren. Das heißt aber nicht, dass Snacks verboten sind. Im Gegenteil: Belohnungen können Training und Beziehung wunderbar unterstützen. Wichtig ist nur, dass du die Kalorienbewusst mit einplanst.

Ein persönliches Beispiel: Barnaby

Besonders greifbar wird das Thema am Beispiel von Barnaby. Barnaby ist ein gemütlicher, süßer Kater – einer von denen, die man sofort ins Herz schließt. Er wiegt 6,5 kg und man kann seine Rippen nur mit etwas Druck ertasten, damit gehört er zu den schwereren Katzen.
Für Katzen dieser Gewichtskategorie rechnet man im Durchschnitt mit etwa 44 kcal pro Kilogramm Körpergewicht. Für Barnaby bedeutet das rund 286 kcal pro Tag.

Ein gutes Nassfutter enthält etwa 99 kcal pro 100 Gramm.
Damit liegt Barnaby's Tagesration bei etwas unter 300 Gramm Nassfutter. Diese Zahl ist kein starres Gesetz. Sie ist eine liebevolle Orientierungshilfe, die dir dabei hilft, gesund zu füttern, ohne zu reduzieren oder zu überfüttern.

Denn das Ziel ist nicht, dass Barnaby Diät hält. Das Ziel ist, dass er sich wohlfühlt. Dass er sich gern bewegt. Dass er spielen kann, ohne schnell aus der Puste zu kommen. Und wenn er beim Training Leckerchen bekommt, werden diese einfach in seinen Tagesbedarf eingerechnet. Ganz ohne Druck. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Barnaby liegt auf dem Rücken

So bleibt Barnaby ein glücklicher, zufriedener Kater – mit der richtigen Portion Energie für einen gesunden Alltag. Und auch wenn er nicht so aussieht, er kann noch gut springen und ziemlich schnell rennen, wenn es Leckerchen gibt! 😉

Worum es wirklich geht: Wohlfühlen statt Diät

Wenn wir über Kalorienbedarf bei Katzen sprechen, dann geht es nicht um strenge Pläne oder Verbote. Es geht darum, Katzen gesund zu begleiten – sanft, respektvoll und mit Blick auf ihre Bedürfnisse. Ein stabiles, gesundes Körpergewicht schützt Gelenke, unterstützt den Stoffwechsel und sorgt dafür, dass deine Katze sich frei bewegen kann.

Sollte deine Katze stark übergewichtig sein, plötzlich zunehmen oder gesundheitliche Auffälligkeiten zeigen, empfehlen wir immer eine tierärztliche Abklärung. Übergewicht bei Katzen ist kein Schönheitsproblem – sondern ein Gesundheitsfaktor.

Bleibt gesund und glücklich!

Simone & Sibylle

P.S: Hat dir der Beitrag gefallen? Dann schau in unserem Happy Life CatClub vorbei, dort haben wir uns auch diesem Thema intensiv gewidmet.

Unter dem Titel „Weg mit dem Speck“ haben wir uns die folgenden Dinge angeschaut:

  • gesundes Gewicht bei Katzen

  • Wiegetraining ohne Stress

  • sanfte Bewegungsübungen zum Muskelaufbau

  • Training, das Spaß macht und Selbstbewusstsein stärkt

Immer belohnungsbasiert. Immer respektvoll. Immer mit Blick auf das Wohlbefinden deiner Katze.

Wenn du dein Training und die Gesundheit deiner Katze liebevoll begleiten möchtest, freuen wir uns, wenn du vorbeischaust. Im Happy Life CatClub bekommst du Unterstützung, Wissen und Herz – für ein glückliches Katzenleben.

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Simone Marquard